Warum bin ich eigentlich Unternehmerin geworden?

„Warum bist du eigentlich Unternehmerin geworden? Optikermeister sind doch sehr gesucht, das ist doch ein sicherer Job!“

Diese Frage wird mir so oder so ähnlich am meisten von Bekannten oder ehemaligen Kollegen gestellt.

Gerne möchte ich euch diese Frage in diesem Blogbeitrag beantworten.

Ja… Warum eigentlich…

Meine Eltern behaupten, das „Cheffinen-Gen“ war schon im Kindergarten erkennbar. Den Erzählungen zufolge habe ich schon dort gerne mal festgelegt, was als nächstes gespielt wird. Später dann, in der Schule, als es um die Themen Ausbildung und Beruf ging, entstand der Entschluss, mich unternehmerisch zu betätigen. Ich hatte zwar noch keine konkrete Idee, aber mir wurde immer mehr klar, dass ich die Dinge selbst in die Hand nehmen will.

Begonnen hat damals alles mit einem Praktikum bei einem Optiker. Ich war sofort fasziniert, wie facettenreich der Beruf ist. Da vereinigen sich Mode, Handwerkskunst und der intensive Kontakt zu den Kunden für mich zu einem perfekten Berufsbild.

Und vor allem hatte ich erlebt, wie wichtig dieser Beruf für das Leben von Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit ist. Gesichter waren für mich in der Grundschule ein orangener Kreis, wenn die Menschen in zwei Meter Entfernung standen. Meine Klassenkameraden hielten mich für eine Streberin, weil ich immer in der ersten Bankreihe saß. Das lag aber daran, dass ich aus der zweiten Reihe absolut nichts erkennen konnte. Was für ein Erlebnis, als ich meine erste Brille bekam! Ich konnte plötzlich Vögel fliegen sehen, die Welt um mich bekam Konturen.

Bei meiner Ausbildung habe ich mich bewusst für Fielmann entschieden, die Ausbildung dort hat einen guten Ruf. Und ich kann das mit meinen Erfahrungen bestätigen. Hier wird in den Nachwuchs richtig investiert! Was ich dort auch lernen durfte, ist unter hohem Druck Leistung zu bringen, in den Filialen reißt der Strom der Kunden niemals ab. Und ich lernte, wie man strukturierte Verkaufsgespräche führt.

Ich war angezündet – während meiner Ausbildung bei Fielmann wuchs mein Wunsch, immer weiter, noch mehr zu können und mehr zu wissen.

Ungeduldig wie ich nun mal bin, hatte ich mich schon auf der Meisterschule angemeldet, bevor ich die Gesellenprüfung in der Tasche hatte.

Die Ausbildung machte ich berufsbegleitend. 30 Stunden arbeiten und am Wochenende von Erlangen nach Karlsruhe fahren, um die Meisterschule zu besuchen. Das war schon ein dickes Brett! Umso mehr war ich happy, als ich dann mit 21 Jahren den begehrten Meisterbrief in der Tasche hatte.

Als Meister hatte ich dann schon mehr die Chance, auch schwierigere und komplexere Aufgaben zu übernehmen. Dabei fehlte mir aber immer die Möglichkeit, meine Ideen umzusetzen.

Nachdem ich nun ein Jahr als Jungmeisterin Erfahrungen gesammelt hatte, wollte ich unbedingt mehr!!

Mein Entschluss war gefasst… Ein eigener Laden soll es werden.

 

Ich wünsche euch einen erfolgreichen Tag

Eure Eva

 

 

 

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